Kreiskulturhaus Herzberg (Elster)

>>> Einst auch Schützenhaus der Herzberger Schützengilde <<<


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Das Kreiskulturhaus um 1996

 

 

 

Viel Staub bei Kulturhaus-Abriss
(Text und Foto: ru/EER v. 28.06.05)


Die Abrissarbeiten am Herzberger Kreiskulturhaus sind in vollem Gange. Wegen der Staubbelästigung wird Wasser eingesetzt.

 

 

Viel Staub wirbelt der Bagger bei den sommerlichen Witterungsverhältnissen derzeit beim Abriss des alten Herzberger Kreiskulturhauses aus. Deswegen muss der Baubetrieb per „Wasserkühlung“ dafür sorgen, dass die Luftbelastung und die Belästigung für die Anwohner nicht zu groß werden.

So „löschte“ Andreas Bolze aus Bicking, Mitarbeiter bei der Berliner Firma MüCoLEF, die für den Abriss zuständig ist, gestern den Staub aus der Luft. Das war übrigens auch eine bedingung bei der Ausschreibung. Die Spitzentechnik hat die Firma selbst mitgebracht, das Wasser kommt aus dem Hydranten. Bis Ende August sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein. Das Material wird geschreddert und im Straßenbau verwendet.

 

 

Geschichte des Kulturhauses wird begraben
(Text und Foto: BP/SN v. 09.07.05)

 

Abriss läuft seit Tagen auf vollen Touren. Wer das alte Kreiskulturhaus (KKH) noch einmal sehen möchte, der sollte sich sputen. Denn das Abrissunternehmen MüCoLEF aus Schünow ist schwer zu Gange. Ein großer Teil des Anbaus sowie der Bühne existieren schon nicht mehr. Und jeder Betrachter kann jetzt ungehindert in den Saal schauen.

Obwohl sich für viele Herzberger mit dem Haus schöne Erinnerungen verbinden, steht es seit über zehn Jahren leer. Nur die Vandalen hausten darin und haben die Sanitäranlagen zerschlagen, Kabel herausgerissen, Türen eingetreten und das Inventar gestohlen – alles ist zerstört.
Die Stadt oder der Kreis sind nicht in der Lage, das Haus zu sanieren. Auch ein privater Investor war nicht aufzutreiben. Der Kreis übertrug das Gebäude der Stadt, die den Abriss mit Mitteln der Städtebauförderung zu 80 Prozent finanziert.

„Dass über 30 Firmen an der Ausschreibung Interesse signalisierten zeigt, dass sich die Bauwirtschaft in einer Notlage befindet“, meinte Bürgermeister Michael Oecknigk und fügte hierzu: „Bis zum 31. August hat die Firma Zeit für den Rückbau des KKH.“ Danach soll Mutterboden angefahren und erst einmal Gras ausgesät werden. Man hofft nun, dass sich ein Investor eventuell für einen Neubau eines Gesellschaftshauses findet, ein Produktionsbetrieb wäre innerhalb der Stadt ausgeschlossen. Man könne sich auch Einzelhandel oder ein Dienstleistungsgewerbe vorstellen. “Eine neue Anbindung an die Leipziger Straße könne ebenfalls geprüft werden“, so das Stadtoberhaupt, der den Abriss wie viele andere Einwohner mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet. “Ich habe versucht, das Gebäude zu halten. Doch woher vier Millionen zur Sanierung ?“

Die Geschichte des Kreiskulturhauses hat damit allerdings ein Ende gefunden. So sei eben ein Weg geebnet, vielleicht etwas Neues und Dauerhaftes aufzubauen. Bis zum Dorf- und Erntefest soll erst einmal der Platz  als grüne Rasenfläche glänzen.



Herzbergs einstigstes Kultur - Mekka - Einfach weg
(Text und Foto: gz EER v. 23.07.05)

 

 

Diese Perspektive hin zum Wasserturm ist neu in Herzberg.
Nur noch einige Kellermauern sind von der einstigen Kulturhochburg Herzbergs übrig geblieben. Bald werden auch diese Relikte aus der DDR-Zeit samt Fundament ausgebaggert und die Fläche geebnet sein. Trotz jahrelanger Bemühungen war es niemanden gelungen das Haus irgendeiner Weise weiter zu nutzen.

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